Vergangene Veranstaltungen
PithDo. 16.04.26 FURTNER FREISING, 20:25 , EINTRITT FREI
Lino Blöchinger, sax.
Sean Noonan, dr.
Norbert Bürger, git.
PITH vereint die monumentale Kraft der Rockoper mit der Intensität des Punk-Jazz und der surrealen Logik des Theaters des Absurden. Die Band destilliert ihr Material zu rohen, hochenergetischen Performances, in denen orchestrale Echos in punkgeladene Hymnen, vertrackten Funk und surreale Improvisationen morphen.
Zusammen entfachen sie eine explosive Chemie: anarchische Improvisation, „twisted“ Funk, die Dringlichkeit des Punks und lebendiges rhythmisches Storytelling. Man stelle sich vor, der Wahnsinn New Yorks pralle auf Schweizer Free-Improv und einen zümpftigen Bayern – um sich dann gemeinsam in einem Aufruhr aus Klang, Narration und theatralischem Chaos zu verlieren.
PITH ist der kammermusikalische Ableger von Sean Noonans grenzüberschreitendem Doppelalbum The Drummer of Tedworth, das mit dem London Symphony Orchestra aufgenommen wurde. Im Zentrum jeder Performance steht Olis, Noonans Alter Ego und ein widerwilliger, körperloser Suchender. In PITH navigiert Olis durch kosmischen Schabernack, Trickster-Geister, heilige Unterhosen und die surreale Ankunft von Emmr, dem marsianischen Flüchtling, dessen wundersame Geburt Olis einen Körper verleiht: den Körper von Sean Noonan. Alles gipfelt in einem den Verstand raubenden Streich gegen Benjamin Franklin während eines seiner berühmten „Luftbäder“. Diese absurde und theatralische Erzählweise treibt jede Performance voran und macht jede Show unvorhersehbar und berauschend.
WildernMi. 08.04.26 HIRSCHWIRT MOOSBURG, 20:25 , EINTRITT FREI
Tobias Christl – Gesang, Keyboard
Peter Meyer – E-Gitarre
Dan Peter Sundland – E-Bass
Max Santner – Schlagzeug
WILDERN nimmt sich Vorlagen von Pop-Größen wie Nick Drake, George Michael oder Prefab Sprout und verwandelt sie in neue Klangräume. Die Originale werden nicht bloß interpretiert, sondern dekonstruiert, auseinandergezogen und neu zusammengesetzt. Bis man den Originalsong erkennt, vergeht eine gewisse Zeit. In diesem Zwischenraum entfaltet sich die Musik: vertraut und doch fremd, voller Ecken, Kanten, Kontraste und unerwarteter Wendungen. Zugleich bleibt die Seele der Songs erhalten – freigelegt und in ein neues Licht gerückt.
Die Arrangements dienen als Ausgangspunkt für die Band. Perfektion ist nebensächlich; entscheidend ist der Moment, in dem Energie spürbar wird. Es ist ein Suchen – ein Entdecken von Möglichkeiten in den Songs. Mit dem Repertoire entsteht ein eigenes Vokabular, getreu dem Freejazzgedanken. WILDERN ist wie ein Regal voller Platten – jeder Song ein neuer Raum, der ohne Geschichte nicht existieren würde. Der Trieb dahinter: reißerisch, ungezähmt – Wildern.
Tobias Christl ist ein Sänger, der im deutschen Jazz eine ganz eigene Stimme gefunden hat. Als vielseitiger und kreativer Geschichtenerzähler bewegt er sich mühelos zwischen verschiedenen Genres. Gemeinsam mit seiner Band entsteht Musik, die ganz natürlich aus einem Mosaik persönlicher Einflüsse und Eindrücke hervorgeht – unabhängig von stilistischen Grenzen. Im Mittelpunkt steht dabei stets die Lust, Neues zu erschaffen und musikalisches Neuland zu betreten.
Peter Meyer (Gitarrist und Teil des MELT TRIO) wurde 2022 mit dem Deutschen Jazzpreis ausgezeichnet. „Es gibt wohl kaum einen vergleichbaren Gitarristen in Deutschland, der so vielseitig orientiert ist und so schöpferisch arbeitet wie Peter Meyer“ schreibt das Musikmagazin Sound and Image. Die Jazzthetik bezeichnet ihn als „Meister der Sounds“. Mit seinem Ansatz, sämtliche Einflüsse aus Jazz, Improvisation, Klangkunst, experimenteller Musik, Avantgarde Pop, Elektronik und Neuer Musik zu verschmelzen, hat Peter Meyer seine eigene Stimme entwickelt, die zu den wichtigsten einer neuen Musikergeneration zählt.
Der norwegische Bassist Dan Peter Sundland hat sich als herausragender Musiker und Komponist in der internationalen Szene etabliert. Er ist Teil bemerkenswerter Projekte wie HOME STRETCH, MONEYFRIENDS und MEOW, bei denen er die Grenzen zwischen Jazz, experimenteller Musik und improvisierten Klängen immer wieder neu auslotet – sowohl in Solo- als auch Gruppenprojekten.
Max Santner ist ein vielseitiger Schlagzeuger und Komponist, der in zahlreichen Projekten wie KEAO, MANKAI und BEATDENKER'S SINULARIA aktiv ist. Er hat auf renommierten Festivals wie dem Jazz Fest Berlin und dem Moers Festival gespielt und ist als Gründer des KIM Collective verantwortlich für die Organisation interdisziplinärer Konzerte und Festivals für improvisierte Musik.
Duo Abend - Annabell Sultan & Dähn & SettelmeyerMi. 25.03.26 HIRSCHWIRT MOOSBURG, 20:25 , EINTRITT FREI
Annabell Sultan
Tanja Amelyanenka, Geige
Karl Muskini, Pos., synth.
Das Programm ist bunt, es gibt Eigenkompositionen, aber auch Interpretationen.
Der Humor ist verirrt, die Absichten verquer, die Ideen torenhoch und endlos.
Musik für den gehobenen Hörgenuß, Viel Spaß.
Dähn & Settelmeyer
Friedemann Dähn - Cello, Live-Elektronik
Bernd Settelmeyer - Drums, Perkussion
Cello und Schlagzeug – das klingt zunächst nach Kontrast. In diesem Duo wird daraus ein gemeinsamer Körper: pulsierend, atmend, treibend. Aus dem Jazz kommend, aber nicht dort bleibend, bewegt sich die Musik zwischen klaren Grooves und offener Improvisation.
Das Cello erweitert seine traditionelle Rolle und agiert als Gitarre, Bass, Gesangsstimme und perkussiver Impulsgeber zugleich. Das Schlagzeug arbeitet mit Texturen, Akzentverschiebungen und dynamischer Feinzeichnung. Improvisation bedeutet in diesem Kontext nicht Beliebigkeit, sondern Zuhören, Reagieren, Risiko. Humor ist dabei ausdrücklich erlaubt – in überraschenden Wendungen, trockenen Pausen oder augenzwinkernden Brüchen, wenn das scheinbar Ernsthafte kurz aus dem Gleichgewicht gerät. Im Zentrum steht eine Musik, die im Jetzt entsteht: unmittelbar, intensiv , voller Gefühl und getragen von einer außergewöhnlichen musikalischen Kommunikation.
Friedemann ‚Fried’ Dähn (Cello und Elektronik). Seine vielfältigen und stilistisch sehr unterschiedlichen Tätigkeiten umfassen Jazz, elektronische Musik, audiovisuelle Projekte und innovative Projekte in musikalischen Grenzgebieten,. Von 2002 bis 2012 unterrichtete er als Professor für Audiogestaltung an der Hochschule für Gestaltung in Schwäbisch Hall. Er ist künstlerischer Leiter des Camp Festival – international festival for visual music und kuratiert die Reihe ‚Sonic Visions‘ im franz K. In Reutlingen.
Der Schlagzeuger und Perkussionist Bernd Settelmeyer studierte zuerst in München bei Rudolf Roth, danach an der Musikhochschule Stuttgart bei Pierre Favre. Schon bald begann er, sein Instrumentarium zu erweitern und Elemente aus anderen Kulturkreisen mit in das eigene Spiel einzubeziehen. Die Arbeit mit unterschiedlichsten Formationen und Musikern führte zu einer regen Konzerttätigkeit, auch in anderen Ländern wie der Schweiz, Rußland, Österreich, Indien, Südafrika oder Amerika. Neben zahlreichen CD-Aufnahmen gab es Fernsehauftritte (ARD, 3Sat, SWR), Rundfunkmitschnitte (SWR, Radio Bremen, BR, Deutschlandradio), sowie spartenübergreifende Projekte mit Schriftstellern (J. Nauom, P. O. Chojewitz), Filmmusik (z.B.: "River and tides" - Andy Goldsworthy), Theater (Staatstheater Stuttgart, Landesbühne Esslingen).
Elias Prinz TrioSa. 21.03.26 VHS Moosburg, 19:30 , EINTRITT 15,00 €
Veranstaltet von und in der VHS Moosburg, Anmeldung erwünscht und Abendkasse Infos unter: www.vhs-moosburg.de
Stark geprägt von der Musiksprache der Sinti, Django Reinhardts und der modernen Jazz Manouche Szene, meistert Elias Prinz es, zeitgenössische Elemente elegant in diese Einflüsse einzuweben. Er hat seinen eigenen Klang gefunden - virtuos, aber immer melodisch und mit viel Feingefühl, manchmal komplex, aber nie verkopft. Schon seit seinen Teenagerjahren bestreitet er Auftritte in Clubs und auf Festivals in ganz Europa. Durch enge Freundschaften zu Sinti Musikern tauchte Elias tief in die Musik und Tradition ein und entwickelte so seinen authentischen, melodisch unverkennbaren Stil, der das Feuer und die Schönheit dieser Musik aufleben lässt.
Mit dem aus Paris stammenden Rhythmusgitarristen Jean-Baptiste Delattre und der Münchner Kontrabassistin Ida Valentina Koch präsentieren sie ein Konzertprogramm aus Eigenkompositionen, neu interpretierten Perlen der Jazzliteratur und ausgewählten Stücken Django Reinhardts, welche in Elias‘ fein abgestimmten Arrangements zu Gehör gebracht werden.
Elias Prinz wurde unlängst ausgezeichnet mit dem 1. Preis des Münchner Kurt Maas Jazzawards 2023 sowie mit dem jungen Münchner Jazzpreis 2024, dem Förderpreis der Münchner Konzertgesellschaft 2024 und nun mit dem renommierten BMW Young Artist Jazz Award 2025.
Elias Prinz - Gitarre / Komposition / Arrangement
Jean-Baptise Delattre - Gitarre
Ida Valentina Koch - Kontrabass
Arktur AscendingMi. 11.03.26 HIRSCHWIRT MOOSBURG, 20:25 , EINTRITT FREI
Stefan Schreiber, Tenorsaxophon, Bassklarinette
Markus Heinze, komp, Baritonsaxophon
Georg Janker, b.
Mäx Huber, dr.
Die Formation um den Saxophonisten Markus Heinze schafft aus zerklüfteten Grooves, fröhlich-verwirbelten oder brüchig-schönen Melodien und mitunter lawinenartiger Expressivität einen Sound, der auf unseren Bühnen seinesgleichen sucht. Als hätten Albert Ayler, Tom Waits und Strawinsky mal was zusammen machen wollen.
Freiheit, Kreativität und Frische, wie man sie sonst eher aus Avantgarde- und Improvisations-Projekten kennt, blühen hier in einem satt groovenden Kontext. Souverän können die Musiker auch mal eine Form improvisatorisch zerbröseln, um sie später aus den herumliegenden Splittern wieder zusammenzusetzen. Oder sich in schwindelerregende solistische Höhenflüge katapultieren. Da macht das Gravitationsgesetz dann einfach mal Pause und der Aufwärtssog nimmt das Publikum mit in die Schwerelosigkeit: Dorthin, wo man sich fühlt, als wäre Freejazz zum Tanzen gemacht – ohne Boden unter den Füßen
Meet in the MiddleMi. 25.02.26 HIRSCHWIRT MOOSBURG, 20:25 , EINTRITT FREI
Christoph Holzhauser, dr.
Marco Netzbandt, p., synth.
Josef Holzhauser, git.
Raffael Holzhauser b.
Christoph Holzhauser, bekannt als der Drummer von Moop Mama, hat sich mit seinem neuen Projekt „Meet in the Middle“ einen Traum verwirklicht. Zusammen mit seinem Bruder Raffael am Bass, Onkel Josef Holzhauser an der Gitarre und Pianist Marco Netzbandt kreiert das Quartett einen einzigartigen Sound, der die Erinnerungen an die Jazz-Rock-Bands der 70er und 80er Jahre wieder aufleben lässt. Mit eingängigen Melodien, perfekt abgestimmten Soli und warmen, pulsierenden Grooves bringen sie frischen Wind in die Musikszene. Die Kompositionen sind eine Hommage an vergangene Zeiten, zugleich aber auch innovativ und modern. Jedes Stück erzählt eine eigene Geschichte, die das Publikum mitnimmt auf eine musikalische Reise. Die Band versteht es, verschiedene Stile miteinander zu verbinden und eine Atmosphäre zu schaffen, die zum Mitgrooven einlädt. „Meet in the Middle“ ist nicht nur ein Name, sondern ein Versprechen: Hier trifft Generationen übergreifende Musikalität auf zeitlose Inspiration.
Sven Ochsenbauer TrioMi. 04.02.26 HIRSCHWIRT MOOSBURG, 20:25 , EINTRITT FREI
the art of piano trio
Sven Ochsenbauer - Piano/ Komposition
Markus Schlesag - Kontrabass/ E-Bass
Stefan Spatz - Schlagzeug/ Percussion
Das „Sven Ochsenbauer Trio“, bestehend aus Sven Ochsenbauer (Piano/ Komposition), Markus Schlesag (Bass) und Stefan Spatz (Schlagzeug) hat sich durch zahlreiche Konzerte in Deutschland und im benachbarten Ausland (Österreich/ Tschechien) sowie durch diverse CD-Veröffentlichungen überregional einen hervorragenden Ruf in der Musikszene erspielt. Das Programm besteht aus den gehaltvollen Kompositionen des Pianisten und Bandleaders SvenOchsenbauer. Es werden auch einige brandneue Stücke von ihrem bald erscheinenden neuen Album präsentiert.
Sven Ochsenbauer ist ein international renommierter Jazzpianist und Komponist und kann auf eine Vielzahl an Veröffentlichungen verweisen. Sein vielfältiges kompositorisches Schaffen ist auf diversen CD-Veröffentlichungen mit Klaviertrio (Klavier, Bass, Schlagzeug), Solo-Klavier oder als Sideman in diversen anderen Besetzungen dokumentiert. Er arbeitet als Filmmusik-Komponist und Arrangeur. Außerdem sind einige seiner Werke beim Verlag netmusica (BadenWürttemberg) im Druck erschienen. Darunter sind Kompositionen für Klavier solo, Gitarre und auch kammermusikalische Werke für verschiedene Besetzungen. Aktuell stehen zudem gleich zwei Solo-KlavierVeröffentlichungen an! „HoamadJazz - die Zweite!“: Der zweite Teil seiner außergewöhnlichen CD „HoamadJazz“, bei der er traditionelle Volkslieder in den Kontext des Jazz setzt. Und das Album „Circles“ mit acht neuen, abwechslungsreichen Kompositionen Ochsenbauers.
Markus Schlesag absolvierte sein Kontrabass-Studium am Meistersinger-Konservatorium in Nürnberg. Seitdem ist er mit vielen international bekannten Jazzmusikern auf der Bühne gestanden. Darunter waren unter anderem Auftritte mit Heini Altbart, Bobby Shew, Max Greger jr., Tony Bulluck, Martin Schrack, Klaus Graf, Stefan Holstein, Oscar Klein, Hans Salomon, Dwight Trible, Steve Hooks, Nina Michelle, Bill Molenhof, Joris Dudli, Helmut Nieberle. Außerdem wirkt er regelmäßig an Theaterproduktion mit, z.B. „Kleiner Mann“ von Hans Fallada, „Die Dreigroschenoper“ von Brecht / Weill am Theater Regensburg oder aktuell bei „Jesus Christ Superstar“ am Niederbayerischen Landestheater. Er arbeitet als Komponist und Arrangeur und hat darüber hinaus schon zahlreiche Alben mit Max Greger jr., Charly Antolini, Martin Weiss, Tony Bullock und anderen hochkarätigen Musikern veröffentlicht.
Der Schlagzeuger Stefan Spatz studierte Schlagzeug und Percussion an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Graz und Wien, sowie am Percussion Institute of Technologie Los Angeles. Diverse Auszeichungen und Fortbildungen komplettieren seine künstlerische Reife. Der gefragte Musiker trat schon mit zahlreichen bekannten Künstlern in verschiedenen Projekten auf, z.B. Alan Praskin, Oliver Lake, Maria Cristina Godinez. Beim „Sven Ochsenbauer Trio“ stellt er eine musikalische Symbiose mit seinen kongenialen Partnern her, wobei er sein Spiel trotzdem frei gestaltet und darüber hinaus die dynamischen Möglichkeiten des Schlagzeugs voll ausschöpft. Immer im Geschehen arbeitet er Nuancen facettenreich heraus.
Ein spannender und vielversprechender Konzertgenuss!
Auftakt zu 30 Jahre Jazz Club HirschSa. 24.01.26 HIRSCHWIRT MOOSBURG, 16:30
"Auftakt zu 30 Jahre Jazz Club Hirsch" mit Glühwein und Suppe ..... im Hirschn-Biergarten
T.H.I.QMi. 21.01.26 HIRSCHWIRT MOOSBURG, 20:25 , EINTRITT FREI
Julia Hornung, b.
Niklas Rehle, git.
Tom Jahn, p., keys.
Tilman Herpichböhm, dr.
T.H.I.Q. steht hier weder für die chemische Substanz, die zunächst im Verdacht stand, bei Schwerstalkoholikern im Körper gebildet zu werden und mittlerweile nachweislich die sexuelle Aktivität von Nagetieren stimulieren kann, noch für das trendende Schönheitsideal der mittleren hinteren Körperregion.
T.H.I.Q. steht für Tilman Herpichböhm Intellectual Quartet.
Der neu formierte Jazz-Vierer um den umtriebigen Augsburger Schlagzeuger spielt elektronisch, aber keinen Elektro, funky, aber keinen Funk, easy, aber kein Easy-Listening, experimentiert, aber es ist keine experimentelle Musik. Einfach groovy, so wie das Leben vierer Gutgelaunter, die es lieben, miteinander Sound zu machen. Julia Hornung (Bass), Niklas Rehle (Guitar), Tom Jahn (Keys) und Tilman Herpichböhm (Drums) tun das und sind dabei ultra hip. T.H.I.Q. spricht man in Deutschland nämlich sick aus.
Fernanda von SachsenMi. 07.01.26 HIRSCHWIRT MOOSBURG, 20:25 , EINTRITT FREI
Das gibt’s nur einmal
„Sie kennen mich nicht, aber Sie haben viel von mir gehört“, pflegte Werner Richard Heymann zu sagen. Tatsächlich ist der vor über 60 Jahren gestorbene deutsch-jüdische Komponist kaum mehr präsent – ganz im Gegensatz zu seinen Songs wie „Ein Freund, ein guter Freund“ oder „Irgendwo auf der Welt“. Das junge Ensemble der Sängerin Fernanda von Sachsen und der Pianistin Marina Schlagintweit mit Maximilian Hirning am Bass und Tilman Albrecht am Schlagzeug erinnert mit brillanten Arrangements und humorvollen Anekdoten an das bewegte Leben Heymanns, der im pulsierenden Berlin der Zwanzigerjahre die aufblühende Kabarettszene mitprägte und als Generalmusikdirektor der UFA das Genre der Tonfilm-Operette begründete. Als jüdischer Emigrant nach 1933 machte er auch in Hollywood als Filmkomponist mit vier Oscarnominierungen Karriere. Heymanns Songs, die einst die goldenen Leinwände erfüllten, finden nun durch das innovative Duo begleitet von einem groovenden Bass und lebendigem Schlagzeug einen Weg zurück auf die Bühne - und das in einem völlig neuen Licht. Charmant und virtuos entführen Fernanda von Sachsen und Marina Schlagintweit mit ihren modernen Interpretationen in eine Welt, in der die Vergangenheit auf die Gegenwart trifft und die zeigt, wie zeitlos Heymanns Musik ist.
Fernanda von Sachsen ist eine junge Münchner Jazz Sängerin und Komponistin. Ihr ist es wichtig ihrer Meinung und ihren Gefühlen durch ihre Stücke eine Stimme zu verleihen. 2025 erhielt sie für ihre Arbeit den Bayerischen Kunstförderpreis, sowie den Kurt Maas Jazz Award und ist aktuell Finalisten des jungen Münchner Jazzpreises. Ihre Kompositionen (bsp.: Would you say the same if I were a man?) wurden 2024 beim Kulturkreis Gasteig Musikpreis ausgezeichnet. Sie spielte bereits in mehreren Ländern Europas, sowie in Brasilien und Südkorea. Bspw.: Int. Jazzwoche Burghausen, Jazzclub Unterfahrt, BPAM-Festival (Korea), Jazzfestival Craiova (Rumänien).
Marina Schlagintweit (1992) ist eine Jazzpianistin und Komponistin, die seit zwei Jahren in der Leipziger Musikszene in mehreren Projekten künstlerisch neue Wege geht. Neben dem Quartett „Das Gibt’s nur einmal“ und dem Duo „SchlagRechtWeit“ spielt und komponiert sie für das neunköpfige Marina Schlagintweit Large Ensemble, das auf den Leipziger Jazztagen 2024 sein Debüt hatte. Sie gewann den Jutta-Hipp-Preis des Jazzverband Sachsens in der Kategorie Komposition sowie den BMW Young Artist Jazz Award. Zunächst studierte sie zeitgenössische Komposition in Detmold(NRW), bevor sie ein Stipendium für eine artist-residency in der Cité des Arts Paris erhielt und im Anschluss ihr Studium in Jazzklavier und Jazzkomposition in München absolvierte.
Tilman Albrecht studierte von 2013 bis 2019 Musik und Mathematik für das Lehramt in Leipzig. Ein Stipendium der Studienstiftung des Deutschen Volkes ermöglichte ihm ein Auslandsjahr am Saint Louis College of Music in Rom. Von 2019 bis 2023 studierte er an der Hochschule für Musik München Jazz-Schlagzeug u.a. bei Bastian Jütte und Christian Lettner im Hauptfach und bei Carlos Veras im klassischen Nebenfach. Seit 2023 unterrichtet er Schlagzeug und Schlagwerk an der Städtischen Musikschule Wolfratshausen und ist mit verschiedenen musikalischen Projekten in München und Leipzig aktiv.
Maximilian Hirning studierte zunächst klassischen Kontrabass an der HMT Rostock, bevor er sein Studium im Fach Jazz-Kontrabass bei Henning Sieverts an der Hochschule für Musik und Theater München absolvierte. Er arbeitet als freischaffender Bassist und Komponist im Bereich Free Jazz, analoge Techno-Musik und Punk. Mit seinem Klaviertrio LBT und dem von ihm komponierten Technoprogramm „Way up in the blue“ gewann er 2018 das Finale des BMW Welt Jazz Award und den Nachwuchs-Jazzpreis der Jazzwoche Burghausen